Sportkreis Frankfurt übergibt Positionspapier zu Sportgroßveranstaltungen an Oberbürgermeister Mike Josef
„Kriterien für die zukünftige Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen in Frankfurt am Main“
Der Sportkreis Frankfurt e.V. hat sein Positionspapier „Kriterien für die zukünftige Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen in Frankfurt am Main“ im Juli 2026 an Oberbürgermeister und Sportdezernent Mike Josef übergeben. Das Papier benennt sechs Kriterien, an denen sich künftige Großveranstaltungen in der Stadt messen lassen sollen. Damit wird der Auftrag der Mitgliederversammlung vom Juni umgesetzt, die sich einstimmig für eine Resolution zur künftigen Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen ausgesprochen hatte.
Die sechs Kriterien im Überblick:
- Lokale Verankerung und regionale Wertschöpfung: Großveranstaltungen sollen eng mit der Frankfurter Sportlandschaft geplant, Vereine und lokale Akteure aktiv eingebunden und Wertschöpfung überwiegend in der Region gehalten werden.
- Nachhaltigkeit und Gemeinwohlorientierung: Jede Veranstaltung soll ein belastbares Nachhaltigkeitskonzept mit ökologischen, sozialen und ökonomischen Standards vorlegen und einen verlässlichen monetären Rückfluss in den Frankfurter Sport gewährleisten.
- Förderung von Breiten-, Vereins- und Schulsport: Großevents sollen Bewegungsanreize für die Gesamtbevölkerung schaffen, Schulen mit einbeziehen und die Nachwuchsförderung stärken.
- Athletenorientierung und sportliche Qualität: Alle Athlet*innen sollen faire, sichere und sportfachlich hochwertige Bedingungen vorfinden, vom Breitensport bis zur Spitze.
- Stadtentwicklung und Infrastruktur: Veranstaltungen sollen mit der Stadtentwicklung abgestimmt werden, öffentliche Räume anwohnerverträglich genutzt und tragfähige Verkehrs- und Mobilitätskonzepte vorgelegt werden.
- Transparente Governance und faire Partnerschaften: Klare Verantwortlichkeiten, Transparenz über Finanzierung und Sponsoring, regelmäßige Evaluation sowie verlässliche Rahmenbedingungen für alle Partner werden gefordert und vorausgesetzt.
Der Sportkreis appelliert an die Stadt Frankfurt, diese Kriterien verbindlich in künftige Vergabeverfahren aufzunehmen und Sportgroßveranstaltungen strategisch zu steuern. Er bietet an, mit all seiner Expertise die Kriterien gemeinsam mit der Stadt weiterzuentwickeln und künftige Entscheidungen partnerschaftlich zu begleiten.
„Frankfurt ist eine Sportstadt mit regionaler Verwurzelung und internationaler Strahlkraft. Damit das so bleibt, brauchen wir klare Kriterien für Großveranstaltungen. Sport ist mehr als ein Kräftemessen und ein Spiel: Er ist Bildung, soziale Begegnung und ein Ort der Demokratie. Deshalb müssen Großevents auch dem Sport in unserer Stadt dienen und unsere Vereine stärken“, sagt Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreis Frankfurt e.V.
Das gesamte Positionspapier zum Download finden Sie hier:
Der Sportkreis Frankfurt e.V. ist die Dachorganisation der Frankfurter Turn- und Sportvereine und dem Landessportbund Hessen angeschlossen. Er vertritt die Interessen der rund 416 Frankfurter Turn- und Sportvereine mit über 354.000 Sportlerinnen und Sportlern nach innen und außen. Dabei unterstützt er die Vereine zum Beispiel bei Zuschüssen, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung und Weiterentwicklung von Sportangeboten.