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Starker Sport – Starke Stadt

Rückblick auf den Sporttalk zur Kommunalwahl

Frankfurt am Main – Am 15. März finden die Kommunalwahlen in Hessen statt. In Frankfurt werden an diesem Tag die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, der 16 Ortsbeiräte und der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) gewählt.

Sporttalk mit den sportpolitischen Sprecher*innen am 04. Februar
Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreis Frankfurt e.V., begrüßte zunächst die Partei-Vertreter*innen sowie die Gäste im Saalbau Gallus. Er betonte die Bedeutung des Vereinssports in Frankfurt, welche er durch die Vielzahl der Sportveranstaltungen sowie das beeindruckende Wachstum der Mitgliedszahlen belegte: In den letzten 10 Jahren haben sich die Mitgliedszahlen der Frankfurter Turn- und Sportvereine von 190.180 (2016) auf über 341.000 (2025) erhöht. Damit hat sich die Mitgliedszahl in diesem Zeitraum fast verdoppelt. Neben der Freude über diese positive Entwicklung stellte der Sportkreis-Vorsitzende gleichzeitig die Frage, ob die Sportinfrastruktur dieser Entwicklung gewachsen sei. „Wir als Sportkreis sagen: Wir haben Räume der Demokratie, in jedem Verein, auf jedem Sportplatz, in jedem Stadion – aber auch in öffentlichen Sportanlagen.“ Um diese Räume der Demokratie zu erhalten, sei die Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur jedoch unerlässlich.

An der anschließenden engagiert geführten Fragerunde und Diskussion nahmen Carolin Friedrich (CDU), Dr. Julian Langner (FDP), Natascha Kauder (GRÜNE), Michael Müller (Linke), Jan Klingelhöfer (SPD) und Britta Wollkopf (Volt) teil. In den Eingangsstatements wurde einhellig vertreten, dass in den nächsten Jahren deutliche Verbesserungen beim Ausbau der Sportinfrastruktur, insbesondere der Bau und die Sanierung von Dreifeld-Sporthallen und von Schwimmbädern, dringend nötig seien. Zudem wurde die Unterstützung der Vereine betont, insbesondere zur Stärkung des Breitensports sowie für die Bewegungsförderung von Kindern und jungen Erwachsenen. Bei der Vielzahl von Ideen und Wünschen, die aus den Wahlprogrammen vorgetragen wurden, zeigte sich, dass für deren Umsetzung ein höherer Anteil des Frankfurter Haushalt für Sport und Bewegung zwingend erscheint. Auch aus Sicht der sportpolitischen Sprecher*innen ist der Stellenwert des Sports nicht angemessen in der Stadtentwicklung berücksichtigt.

In der anschließenden Diskussion ging es neben den Herausforderungen bei Sportstätten und deren Finanzierung auch darum, wie das große Engagement im Breitensport erhalten werden könne. Die Parteivertreter*innen nahmen dies auf und wollen prüfen, wie in Frankfurt das Ehrenamt noch besser gestärkt werden kann.

Um die Sportentwicklung zukünftig zu optimieren, forderte der Sportkreis im Rahmen des Sporttalks, vorgetragen durch Roland Frischkorn, den gesamten Prozess des Sportstättenbaus künftig unter Verantwortlichkeit des Sportamtes zu platzieren. Unterstützend solle dies in Kooperation mit den Frankfurter Bädern erfolgen, da der Sportkreis in diesen beiden Institutionen die entsprechende Expertise für eine positive Weiterentwicklung gewährleistet sähe. Zudem müsse der Bau einer Sporthalle, die vollständig für den Bedarf des Turnsports ausgerichtet ist (analog der Leichtathletik-Halle Kalbach), der Bau einer Schul- und Trainingsschwimmhalle, und die langfristige Entwicklung des nördlichen Mainufers von Fechenheim bis Sindlingen zu einem Sport- und Bewegungsufer auf dem Programm stehen. Der Sportkreis Frankfurt bedankt sich bei allen Teilnehmenden für die wertvollen und hilfreichen Impulse und ermutigt alle Bürger*innen, an den Wahlen am 15. März teilzunehmen und dadurch die Demokratie aktiv mitzugestalten und zu stärken.

Zu den Wahlprogrammen der anwesenden Parteien:

CDU Frankfurt am Main
FDP Frankfurt am Main
GRÜNE Frankfurt am Main
Die Linke Frankfurt am Main
SPD Frankfurt am Main
Volt Frankfurt

Der Sportkreis Frankfurt e.V. ist die Dachorganisation der Frankfurter Turn- und Sportvereine und dem Landessportbund Hessen angeschlossen. Er vertritt die Interessen der rund 415 Frankfurter Turn- und Sportvereine mit über 340.000 Sportlerinnen und Sportlern nach innen und außen. Dabei unterstützt er die Vereine zum Beispiel bei Zuschüssen, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung und Weiterentwicklung von Sportangeboten.

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